Leser unseres Blogs kennen Julia und Jan aus den Berichten der gemeinsamen Reisen in Südafrika und Namibia. Die zwei hatten uns zu Ihrer Hochzeit in Berlin eingeladen. Da wir in diesem Jahr Wegen Corona und aus gesundheitlichen Gründen noch nicht gereist waren, beschlossen wir im Anschluss an die Feier, eine Tour an die Ostsee zu unternehmen.
Am 26.08.2020 starteten wir zu dritt mit unserem Sohn Sebastian Richtung Ziegenhain, wo wir die Mutter der Braut abholten. Jutta kennt Ihr vermutlich schon aus der bereits erwähnten Südafrika Reise. Bei ihr übernachteten wir noch, da die Strecke bis nach Berlin zu lang war.
Am 28. August durften wir an der OpenAir Trauung auf einer Wiese am Stienitzsee teilnehmen. Schön wars.

Am Abend gab es noch ein super Nachtessen im Tresoli in Friedrichshagen (weltbeste Pizza!). Statt wie vorgesehen auf einem Campingplatz haben wir auf dem Parkplatz beim Hotel Spreeidyll, wo Jutta und Sebastian ihre Zimmer hatten. Eigentlich hatte Jutta ein Apartment in einer Pension in der Nähe gebucht. Das stellte sich aber als ein kleines Zimmer heraus, und wo auch die Sauberkeit sehr zu wünschen liess. Die Betreiberin war nicht überrascht, als sie nach einem Augenschein den Schlüssel zurück bekam. Im Vorfeld hatten wir schon mitgeteilt, dass wir beide an dem eigentlichen Hochzeitsfest nicht teilnehmen würden. Mit 50 Personen in einem geschlossenen Raum war uns in diesen Corona-Zeiten ein zu grosses Risiko.

Deshalb fuhren wir am Samstag Richtung mecklenburgische Seenplatte. Die Suche nach einem Platz am Müritz See scheiterte, weil er ausgebucht war. Am Plauer See fanden wir dann eine Stellmöglichkeit auf dem Naturcamping Zwei Seen. Eigentlich wollten wir nur eine Nacht bleiben weil uns ein Platz in einem Waldstück zugeteilt wurde. Hier war es schattig, feucht und kalt. Am nächsten Tag fragten wir nach einem anderen Platz. Der See ist hier sehr seicht, dass man mehrere hundert Meter weit waten musste bis es einem das nicht sehr warme Wasser bis zu den Knien kam. Das liessen wir sein. Hier gefiel es uns so gut, dass wir drei Tage blieben.

Uns wurde von Julias Vater der Campingpark Kühlungsborn an der Ostsee empfohlen. Auf 25 Hektaren gibt es hier mehr als 500 Stellplätze. Leider waren diese auch hier ausgebucht. Wir durften den Kurt aber auf die Zeltwiese stellen. Hier gab es kein einziges Zelt aber etwa 20 Camper und Wohnwagen. Hier blieben wir drei Nächte. Zum Meer waren es nur ein paar Meter.
Die Sanitäranlagen waren auf sehr hohem Niveau und zu jeder Tageszeit sauber. Buchen muss man hier aber schon immer lange im Voraus. Durch Corona sind sehr viele Camper in Deutschland unterwegs und die Plätze auch nach der Hochsaison oft ausgebucht. Es war meist auch nicht möglich für eine Buchung anzurufen, die meisten hatten den Telefonbeantworter eingeschaltet.
Den Ort Kühlungsborn konnten wir zu Fuss in wenigen Minuten erreichen. An der Seepromenade und in den Strässchen mit den Geschäften waren viele Leute unterwegs.

Für Kaffee und Kuchen gab es viele kleine Kaffees Gegenüber dem Campingplatz war ein kleines Restaurant wo wir an einem Abend feine Dorschfilets assen.
Unser nächstes Ziel war Neustadt in Holstein. Vorher wollten wir aber noch Lübeck besuchen. Kaum von der Autobahn herunter sahen wir schon ein Hinweisschild, welches uns zu einem Camperparking führte. Das hatten wir bis jetzt noch nie erlebt. Nicht immer ist es uns möglich in der Nähe des Stadtzentrums einen Platz für unser 7 Meter langes Vehikel zu finden. Hier hatten wir noch Glück, dass ein Fahrzeug gerade den vollgeparkten Platz verlassen wollte. Zudem gaben uns die netten Laute auch noch ihr Parkticket, dass noch bis zum nächsten Morgen gültig war.
Das Wahrzeichen von Lübeck erreichten wir nach wenigen Minuten zu Fuss.

Von da ist man gleich mitten in der Altstadt. Sie ist sehr schön und es gab viel zu fotografieren. Auf dem Rückweg kauften wir uns das berühmte Lübecker Marzipan.
Nach fast 40 Kilometer erreichten wir den Camping Südstrand bei Neustadt. Hier bekamen wir einen Platz aber leider nur für eine Nacht. Schade, denn es ist ein schöner Platz mit viel Gras und sauberen Sanitäranlagen, direkt an der Lübecker Bucht.
Am nächsten Tag besuchten wir dann noch kurz Neustadt, wo es auch einiges zu fotografieren gab.

Ein Fischbrötchen, wie so oft in den letzten Tage gönnten wir uns auch hier.
Wir hatten geplant hinter Hamburg über Lüneburg zu fahren, weil uns die Autobahn zu langweilig ist. Als wir dann schon vor Hamburg in einen Stau gerieten verliessen wir die A1 gleich bei der nächsten Gelegenheit und benützen kleine Nebenstrassen. Von Lüneburg aus hatten wir uns Soltau als Ziel gesetzt. Hier suchten wir nach einem Campingplatz aber der erste war ausgebucht. Bei Camping am Moräne See konnten wir uns aber sogar einen Platz aussuchen. Die Duschen waren sehr schön aber die Toiletten etwas speziell. Für eine Nacht war es ok.
Von Soltau wollten wir, wieder ohne Autobahn über Celle nach Goslar fahren. In Celle hatten wir das Glück relativ früh anzukommen, denn es war Sonntag und ein geeigneter Parkplatz war in Altstadtnähe einfach zu finden. Celle hat uns sehr gut gefallen, viele alte Häuser und dazu war hier und beim Schloss noch eine Oldtimer Ausstellung.


Auch Kaffee und feinen Kuchen bekamen wir, aber wegen den vielen Wespen konnten wir ihn nicht so richtig geniessen. Als wir zum Parkplatz zurück kamen stellten wir fest, dass für unsern Kurt hier um diese Zeit keinen Platz mehr bekommen hätten.
Auf dem Camping Bad Harzburg fanden wir in der Nähe von Goslar einen schönen Camping mit viel Platz. Für den Harz typisch war es hier etwas kühler aber noch nicht kalt.
Goslar besuchten wir am nächsten Morgen. Einen Parkplatz fanden wir ziemlich schnell, aber der Ort war nach Celle eher enttäuschend. Ausser wir hätten etwas verpasst, gesehen haben wir nur eine Strasse mit alten Häusern und ein Stadttor. Deshalb fuhren wir bald weiter.

Der letzte Stopp war dann wieder bei Christines Schwester Jutta geplant. Dieser Tag verlief aber nicht so einfach wie die vorherigen. Auf dem Weg nach Ziegenhain wollten wir noch einen Umweg über Einbeck machen. Diesen Ort hatte jemand Emanuel als schöner als Goslar bezeichnet. Der Weg dorthin war kurvig und lang. Endlich dort angekommen war uns die Lust für eine Besichtigung vergangen. Also ging es weiter über kurvige Strassen bis wir die A7 erreichten.
Wir wussten, dass die kürzeste und schnellste Strecke von Kassel nach Ziegenhain momentan wegen Bauarbeiten gesperrt war. Das wusste unser GPS aber nicht und wollte uns genau über diese Route schicken. Statt auf der A7 bis zur Ausfahrt Homberg zu bleiben gelangten wir auf die A44 Richtung Dortmund was definitiv falsch war. Zudem erwartete uns hier schon drei Kilometer vor der nächsten Ausfahrt ein Lastwagen-Stau auf der rechten Spur. Als wir endlich von der Autobahn runter kamen, fuhren wir dann bis nach Ziegenhain wo wir dann zwei Nächte bei Jutta blieben. Jutta lud uns ein zu einer «Safari» durch die Schwalmwiesen. Hier gab es allerlei „wilde Tiere“ zu sehen.


Die letzte Fahrt nach Kirchberg schafften wir dann schliesslich auch noch.
